Kinofilme im Fernsehen
 

Bei der Wiedergabe von Kinofilmen im Fernsehen gibt es drei große Probleme, die mehr oder weniger gut gelöst wurden. Das erste Problem besteht darin, daß ein Kinofilm mit 24 Bildern in der Sekunde aufgezeichnet wird, das PAL Farbfernsehen aber mit 25 Halbbildern arbeitet. Dieses Problem löst man dadurch, daß man den Kinofilm mit 25 Bildern in der Sekunde durch den Projektor/Filmabtaster laufen lässt. Einem geübten Ohr fällt bei Musikfilmen dabei die zu schnelle Wiedergabe auf, die Musik spielt einen Halbton zu hoch. Das zweite Problem ist der sehr große Kontrastumfang eines Negativfilm (der Positivfilm der vorliegt, wurde von einem Negativ kopiert, Positivfilme haben einen noch größeren Kontrastumfang), den man mit Low-Contrast Kopien lösen kann. Das größte Problem sind die unterschiedlichen und meist breiteren Bildformate des 35mm Kinofilms. Abb. 1 zeigt ein Bild im Format 1:2,35 (Cinemascope). In der Bildmitte ist das Format des PAL Fernsehens eingezeichnet (1:1,33 bzw 4:3). Einen solchen Film gibt man am besten in voller Breite wieder und füllt den freibleibenden Bereich oben und unten im Bild mit schwarzen Streifen. Andere Verfahren wie "Pan and Scan", bei denen das Bild auf die volle Höhe vergrößert wird und die Position des Bildausschnittes der Filmszene angepasst wird, zerstört die ürsprüngliche Komposition des Bildes. Schieben Sie doch mal in Gedanken den markierten Bildausschnit nach rechts oder links. Entweder sie schneiden das Reh, oder den Autor ab. Leider sind viele Laien von diesem Verfahren überzeugt, da sie glauben, mehr zu sehen, die schwarzen Streifen oben und unten sind ja bei diesem Verfahren verschwunden.

Abbildung Cinemascopebild 1:2,35 im Vergleich zu 4:3 (1:1,33(Abb.1)
 

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